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Surprise Nr. 460

4. bis 17. Oktober 2019

Pit ist seit über 25 Jahren «druffä» – von harten Drogen abhängig. Der Fotograf Jonathan Liechti und der Autor Roland Reichen – Pits eigener Bruder – haben den Süchtigen über Jahre hinweg begleitet: in seine betreute WG, zur kontrollierten Drogenabgabe, zum Besuch bei den Eltern, zum Grab seiner Freundin. Entstanden ist ein Text- und Bildband, der Pit Reichen extrem nahekommt und einen Einblick gibt, der zum Denken anregt. Das Buch «Druffä – aus dem Leben eines Berner Drogensüchtigen» erscheint am 17. Oktober im Basler Münsterverlag. Schicken Sie uns bis 25. Oktober eine E-Mail an info@surprise.ngo oder eine Postkarte an Surprise, Münzgasse 16, 4051 Basel mit den Betreff «Druffä» und nehmen Sie so an der Verlosung von 5 Büchern teil. 

Benjamin von Wyl beschreibt für uns die Medienlandschaft der Engagierten. Journalismus gehört zu einer funktionierenden Demokratie. Und es gibt nach wie vor auch Journalisten, die daran glauben. Sie betreiben kleine Onlinemedien und sind oft recht selbstausbeuterisch unterwegs. Nun ist eine Förderung von Onlinemedien durch den Bund geplant. Doch kann es sein, dass dieser Kelch an denen, die es wirklich nötig hätten, vorbeigehen wird. 

«Die Polnischstunde» istein performativer Theaterabend über die transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata. Benjamin von Wyl hat mit Regisseurin Patricia Nocon geredet, deren Eltern aus Polen stammen und den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Das Stück läuft im Rahmen des Kulturfestivals Culturescapes in der Kaserne Basel.

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Bernadette «Benni» hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen «Systemsprenger» nennt. Die deutsche Regisseurin Nora Fingscheidts hat das Drehbuch des gleichnamigen Films geschrieben, nachdem sie in einem Frauenhaus eine junge Frau im Teenageralter kennengelernt hatte. Der Film wurde 2019 an der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet und geht als deutscher Beitrag um den besten fremdsprachigen Film ins Oscar-Rennen (cineworx). Monika Bettschen hat mit Nora Fingscheidt gemailt. 

Seit 2013 rüttelt das Magazin delirium mit einer Online-Publikation am Sockel der Literaturkritik. Wie, erklärt auch Monika Bettschen. 

Anna Odell, schwedische Künstlerin und Filmemacherin, hat einen Hang zu soziologischen Film-Experimenten, die Schicht um Schicht des menschlichen Zusammenlebens aufbrechen. Nun lädt sie die sechs besten skandinavischen Schauspielerkolleginnen und -kollegen ein, ihre Alter Egos zu spielen. Und konfrontiert sich mit DEM Alphamännchen Skandinaviens – dem Schauspieler Mikael Persbrandt. Katja Zellweger hat sich «X&Y» angeschaut (outside the box). 

Im internationalen Verkäuferinnenporträt erzählt die Kanadierin Linda Pelletier von ihrer Kindheit. Sie verkauft das kanadische Strassenmagazin «L’Itinéraire» nicht nur, wo das Porträt über sie zuerst erschienen ist. Klaus Petrus hat es übersetzt, und nun ist es auch auf Deutsch im Büro von «L’Itinéraire» aufgehängt. 

Die neue Geschäftsleiterin Jannice Vierkötter stellt sich vor, die abtretende Geschäftsleiterin Paola Gallo blickt auf neun erlebnisreiche Jahre zurück. 

Fatima Moumouni macht jetzt auch mit – beim Meckern. Oder einfach bei der Integration?  

Prof. Dr. Carlo Knöpfel erwartet turbulente Zeiten auf dem Arbeitsmarkt.

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