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Surprise Nr. 476

29. Mai bis 11. Juni 2020

Seit sechs Jahren wütet in der Ostukraine ein Krieg, der das Land zu spalten droht. Redaktionskollege Klaus Petrus war vor Ort und hat Menschen getroffen, die in der Grauzone zwischen ukrainischem Gebiet und Separatistenterritorium leben. Sie sind alt, und sie haben keine andere Zukunft als die im Krieg – mit dem sie nichts anfangen können. 
Auch der Journalist Niklas Liebetrau hat eine alte Frau besucht: seine eigene Grossmutter in Berlin. In der Corona-Krise hat ihre Tagespflege schliessen müssen. Dafür ist sich die Familie wieder nähergekommen. Die Fotos stammen aus einem unabhängigen Langzeitprojekt mit dementen Menschen der Schweizer Fotografin Mara Truog. Und Reporter Simon Jäggi hat einen Sans-Papiers wieder getroffen, dessen fragwürdige Behandlung durch die Schweizer Justiz er vor zwei Jahren bereits begleitet hat. Jetzt hat der Mann den Schritt in die Legalität machen können (dazu der Podcast Surprise Talk: https://surprisetalk.podigee.io/30-endlich-legal). 
Auch der Luzerner Zeichner und Illustrator Christoph Fischer geht auf Menschen zu, die am Rand der Gesellschaft stehen. Und zeichnet sie, sei es in einem verarmten Stadtteil von Chicago oder am Bahnhofsplatz Luzern. Das Cartoonmuseum Basel zeigt seine Bilder. Gerichtsreporterin Yvonne Kunz nimmt die polizeiliche Kriminalstatistik auseinander und stellt fest: Beschimpfungen haben zugenommen, strafbare Pornografie und Vergewaltigungen. Fatima Moumouni stellt die Frage der Relevanz, das muss auch mal sein. Sie tut es auf sehr eigene Art. Professor Carlo Knöpfel vergleicht die Lohnhöhenklassen nach Geschlecht – überraschend ist das Resultat nicht, die Zahlen geben uns immer noch zu denken. Autor Stephan Pörtner war in Stäfa – wer weiss, was es bereits in Dübendorf und Zug alles zu beobachten gab, dem ist klar: Stäfa, da läuft was! Und der Berner Stadtführer André Hebeisen ist krisenerprobter als manch andere – im Lockdown hat er sofort reagiert und sich beim Grossverteiler für die Eingangskontrollen gemeldet. Isabel Mosimannhat protokolliert, wie er die Zeit erlebt hat, das Bild hat Ruben Hollinger gemacht.

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