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Surprise Nr. 422

Vom 6. bis 19. April

Zu vermieten

In Menziken herrscht ein Bauboom, aber die Mieter bleiben weg: Der Leerbestand gehört zu den höchsten der Schweiz. Beat Camenzind war für uns im Aargauer Dorf zu Besuch und traf den Gemeindepräsidenten, der sagt: «Ich weiss nicht, wer in all diese Wohnungen ziehen soll.» In Menziken wird trotzdem weitergebaut. Die neuen Häuser und Baugespanne fotografisch festgehalten hat Daniel Sutter.

Im umkämpften Osten der Ukraine sind in den letzten Jahren zahlreiche kulturelle Projekte entstanden. Kateryna Botanova hat einige von ihnen besucht und hörte Sätze wie: «Es fühlt sich an, als habe uns der Krieg aufgeweckt. Jetzt tun wir Dinge, die uns früher nicht in den Sinn gekommen wären.» Doch die Projekte sind auf internationale Hilfsgelder angewiesen, und diese versiegen schnell. Zurück bleiben frustrierte Freiwillige und kaum Perspektiven. Fotografiert hat Artem Bereznev.

Seit bald zwei Jahren kurven zwei selbstfahrende Busse durch Sion. Florian Wüstholz ist mit Tourbillon, einem der beiden Postauto-Shuttles, mitgefahren und schreibt über die Probleme und Chancen, die sich durch die neue Technologie eröffnen.
Die französische Filmemacherin Claire Simon wird am Dokumentarfestival «Visions du Reell» in Nyon für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Diana Frei hat mit der Regisseurin gesprochen, die sagt: «Ich mache Filme für Marsmenschen.»

Isabella Seemann berichtet in ihrer Gerichtskolumne mit dem Titel «Abgestaubte Perlen» von einer diebischen Haushaltshilfe. Christopher Zimmer empfiehlt ein Buch, das verrät, wie man die eigene Küche in eine Druckwerkstatt verwandelt. Florian Burkhardt schildert in seiner Kolumne «Randnotiz», wie er die Trennung von seinem Freund erlebte, und Kommissarin Vera Brandstetter entdeckt in Stephan Pörtners Fortsetzungskrimi «Agglo-Blues» ein geheimes Spielzimmer in der Wohnung des Mordopfers.

Im Surprise-Porträt blickt Ruedi Kälin auf seine Karriere als Strassenfussballer zurück. Nach 14 Jahren hört er auf. Nicht, weil ihm das Fussballspielen verleidet wäre, wie er Georg Gindely erzählt. «Ich habe einfach noch so viele andere Pläne», sagt der 59-Jährige. Er will sich vermehrt seinem Hobby, der Fotografie, widmen, möchte häufiger nach Davos fahren, mehr Stadtführungen machen und natürlich weiter Surprise verkaufen. Übrigens: Das Auftaktturnier der diesjährigen Strassenfussball-Meisterschaft findet am Sonntag, 15. April, in der Zentrale Pratteln (Gallenweg 6) statt. Zuschauen lohnt sich, das Heft kaufen auch. Gestaltet hat es übrigens - wie immer mit viel Liebe und grosser Sorgfalt - die Bodara GmbH.