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Surprise Nr. 491

22. Januar bis 4. Februar 2021

Es ist ein drastischer Satz auf unserem Cover, den Menschenrechtsanwalt Philip Stolkin über die #Invalidenversicherung sagt. Er reagiert damit auf den Antwortbrief von Bundesrat Alain Berset, der in seinem Schreiben an Surprise zu unserem offenen Brief und unserer mehrteiligen Recherche Stellung bezieht. Oder auch nicht: Denn eigentlich weicht Berset vor allem aus. Was Expert*innen wie Stolkin, aber auch Yvonne Feri, Lilian Studer und Dorothee Elms zu den Ausreden des Bundesrates sagen, erfahren Sie in diesem fünften Teil unserer grossen IV-Serie. Alle Teile finden Sie zudem zum Nachlesen unter www.surprise.ngo/iv .

Es ist ein Thema, das bei vielen starke Emotionen hervorruft: Die Sicht der Freier auf #Sexarbeit und die Frauen, deren Dienste sie nutzen. Wegschauen aber ändert nichts daran, dass 5 bis 14 Prozent der Schweizer regelmässig bezahlte sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt. Klaus Petrus wollte wissen, was in diesen Männern vorgeht und hat einen porträtiert. Auch weil EVP-Nationalrätin Marianne Streiff aktuell mittels Motion eine Kriminalisierung der Freier bewirken will und nicht alle Anlaufstellen für Sexarbeiter*innen davon überzeugt sind, dass dieses sogenannte Nordische Modell das richtige ist.

Wegschauen ändert auch nichts daran, dass es immer enger wird für #LGTBQ+-Menschen in Polen, sagt ein Betroffener. Er warnt davor, dass auch andere Orte in Europa schnell folgen könnten. Weil die Katholische Kirche gemeinsam mit der konservativen Regierung massiv mobilisiert, können LGTBQ+-Leute sich vor allem auf dem Land nicht mehr sicher fühlen. Die Stadt Krakau war bisher ein sogenannter safe space, doch auch hier wird es langsam gefährlich, berichten Tobias Zuttmann und Astrid Benölken.

Vor Gericht sorgt sich Yvonne Kunz diesmal um Katzensicherheit, Stephan Pörtner besucht Frauenfeld, Carlo Knöpfel liefert Zahlen zu Frauen in der Erwerbsarbeit und Surprise-Verkäufer und -Stadtführer Hans Rhyner findet Ruhe beim Schnee schaufeln. Monika Bettschen spricht mit Fabian Burkhardt über sein neues, ganz ruhiges Album «Backstage» und Christopher Zimmer bespricht ein Buch von Bram Stoker ganz ohne Vampire. Zudem erklärt Ihnen Andres Eberhard in einer neuen Rubrik, was eigentlich der Begriff «Working Poor» bedeutet.

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