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Surprise Nr. 496

19. März bis 8. April 2021

Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass eine Errungenschaft wie die #Sozialhilfe so ein schlechtes Image hat? So unterirdisch, dass Bedürftige lieber verzichten und sich allein durchschlagen, um Kontrolle und Stigmatisierung aus dem Weg zu gehen. Es sollte doch andersherum sein: Die Sozialhilfe sollte Armutsbetroffenen ein Leben in Würde möglich machen. Schuld ist eine rechtsbürgerliche Kampagne zur schleichenden Diskreditierung der Institution und zum fortschreitenden Abbau der Leistungen. 20 Jahre wird daran bereits gearbeitet. Andres Eberhard mit einem Überblick zu diesem unrühmlichen Jubiläum und der Frage: Ist die Sozialhilfe noch zu retten? 

Die EU (und über das Schengener Abkommen auch die Schweiz) schützt ihre Grenzen mit brutaler #Polizeigewalt. Das zeigen die Bilder von Klaus Petrus, der seit Jahren Menschen auf der #Flucht begleitet und ihre Erfahrungen dokumentiert. Was er dazu schreibt, lässt die Hilflosigkeit und das Unverständnis derer durchscheinen, die sich mit der schweigenden Hinnahme dieses Zustands nicht abfinden mögen. 

Die ethnisch-religiöse Minderheit der #Hasara gelten den einen in #Afghanistan als liberal-gebildete Hoffnungsträger*innen, den anderen als potentielle Bedrohung. Marian Brehmer mit einem Porträt der Bevölkerungsgruppe, die bei einer drohenden Ausweitung des Einflusses der Taliban womöglich wieder kurz vor einer neuen Verfolgungswelle steht. 

Ausserdem mit einem spannenden Einblick in die Aufarbeitung von #50JahreFrauenwahlrecht mit einem Interview von Giulia Bernardi mit Fabienne Amliger und einer Ausstellungsguide von Monika Bettschen, mit einer Sozialzahl von Carlo Knöpfel zum Arbeitsmarkt, einem Text über das Freisein von Surprise-Verkäufer René Senn, einer Gerichtskolumne zu «Fremden Richter*innen» von Yvonne Kunz, einem Lexikon-Eintrag zu #Einwanderung, einem gewohnt genialen Text von Stephan Pörtner zu #Wabern und einem Surprise-Porträt von Heini Hassler, geschrieben von Dina Hungerbühler.

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