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Surprise Nr. 508

10. bis 23. September 2021

Von der Ehe, ob heterosexuell oder gleichgeschlechtlich, hält Hanna Janssen, 25, zwar nicht viel. Trotzdem steht sie hinter der Ehe für alle: «Es geht nicht darum, ob sich zwei Leute in einer Ehe lieben – sondern es sollen endlich alle Menschen in diesem Land vor dem Gesetz gleichgestellt werden».

Was für Hanna Janssen eine Frage der sozialen Gerechtigkeit ist, war für Liva Tresch ein Akt der persönlichen Befreiung. «Ich wusste gar nicht, dass ich schwul war, ich hatte ja keinen Begriff dafür», sagt die heute 88-Jährige, die als eine der wenigen die Zürcher Schwulenszene der 1960- und 70er Jahre fotografiert hat. Mit ihrer eigenen Homosexualität wusste sie lange nicht umzugehen, sie schämte und versteckte sich – wie viele zur damaligen Zeit, so die Historikerin und Lesbenforscherin Corinne Rufli im Interview. Unser Paket zur «Ehe für alle» von Klaus Petrus und Miriam Suter.

Auch im Heft: Ein Bericht von Hanna Girard über die erste Frauenmannschaft des Surprise Strassenfussballs, bebildert von Roland Schmid. Dann bespricht Diana Frei den Dokumentarfilm «Notturno» von Gianfranco Rosi, Monika Bettschen den Film «Die Pazifistin» über das Leben der Forscherin und Feministin Gertrud Wolker und Christopher Zimmer das Buch «Kim Jiyoung, geboren 1982» von Cho Nam-Joo.

In unserer Gerichtskolumne erzählt Yvonne Kunz von den Machenschaften der Fluggesellschaft Ryanair, der Suprise-Verkäufer Nicolas Gabriel macht sich Gedanken über das allerletzte Puzzleteilchen und Carlo Knöpfel beleuchtet die Rolle der Familie in der Schweizer #Sozialpolitik.

Abgerundet wird das Heft mit Stephan Pörtner, der auf seiner #TourdeSuisse in #Liestal war, und mit einem Porträt unseres Verkäufers Tesfaalem Ghebremikael, aufgezeichnet von Dina Hungerbühler.

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